Wir blicken auf eines der erfolgreichsten Wettkampfwochenenden seit Bestehen unseres Vereins zurück. Schuld daran; oder besser; Grund dafür sind unsere 3 Starterinnen und Starter beim Showdown des diesjährigen Junioren-/Neosenioren-Weltcups: Mia Meinig, Matteo Stibenz und Mika Louise Brandt.
Mia Meinig, vor reichlich einer Woche noch Deutsche Meisterin über 3000m ihrer Altersklasse geworden, holte am Samstag über genau diese Strecke sensationell die Bronzemedaille und verbesserte dabei ihre 7 Tage „alte“ Bestzeit um reichlich 7 Sekunden. Damit nicht genug: Diese Platzierung hievte sie auf den zweiten Platz der Weltcup-Gesamtwertung. Davon war nicht unbedingt auszugehen, umso größer die Freude darüber. Den Wettkampftag rundete sie auch noch erfolgreich ab: Durch einen krankheitsbedingten Ausfall bei den Neo-Seniorinnen sprang sie im Team-Sprint ein, holte mit Melissa Schäfer (ESC Erfurt) und Ashley Völker (DEC Inzell) die ihre zweite Bronzemedaille des Tages. Damit nicht genug: Dieser dritte Platz bedeutete den Weltcup-Gesamtsieg in den Teamwettbewerben, und Mia ist nun ein Teil davon.
Matteo Stibenz hatte wieder ein beachtliches Pensum zu absolvieren. An Tag 1 lief er auf einen soliden 8. Rang über 3000m, durch welchen er sich in der Weltcup-Gesamtwertung den dritten Platz sicherte. Auch Matteo musste kurz darauf im Team-Sprint ran: Zusammen mit Tomy Nguyen (Erfurt) und Arvid Göpelt (Berlin) erreichte er Platz 9. Und dieses Ergebnis reichte wiederum für den Gesamtsieg im Weltcup der Teamdisziplinen! An Tag 2 griff er erst sehr spät mit dem Start über 1500m ins Geschehen ein, wurde hier 13., was in der Endabrechnung des Weltcups Platz 5 einbrachte. Nur eine knappe Stunde später gelang ihm ein Erfolg des Willens: Im Finale des Massenlaufs. Matteo wehrte sich äußerst konzentriert und erfolgreich gegen die vorzeitige Elimination und bestritt die letzten Runden als einer der verbliebenen 6 Läufer. Im Schlussspurt holte er nochmal alles aus sich heraus und den vierten Platz. Das klingt erstmal ernüchternd, hatte aber Folgen. Durch diese hart erkämpften 43 Punkte sprang er im Gesamtweltcup von Platz 5 auf Platz 3, holt sich somit in der Endabrechnung eine vielleicht nicht mehr für möglich gehaltene Bronzemedaille.
Wenn man bei einem Junioren-Weltcup überhaupt von “alten Hasen” bzw. “alten Häsinnen” sprechen kann, dann gehört Mika Louise Brandt definitiv NICHT dazu. Als eine der Jüngsten im gesamten Starterfeld und in ihrer ersten Weltcupsaison ist sicherlich alles größer als bisher und neu und ungewohnt, und doch wieder nicht. Soweit man das aus der Mitteldistanz beurteilen kann, steckt Mika die psychische Anspannung grandios weg. Und liefert…
Durch eine Abmeldung im Team D rutschte Mika zum dritten und letzten Weltcupwochenende nach, freute sich sehr über die Nominierung kurz nach ihrem 3000m-Meistertitel vor reichlich einer Woche. “Das Eis in Inzell war echt gut und es hat Spaß gemacht, im eigenen Land einen Weltcup laufen zu dürfen.” Nach den beiden Weltcups in Mailand und Klobenstein komplettiert Mika in Inzell ihre Weltcupsaison über 3000m und ihre “neue Liebe” Massenstart. Am Samstag verbesserte sie über die Langstrecke ihre Bestzeit erneut, wird 12. in der Tageswertung. In Addition belegt Mika im Gesamtweltcup einen starken 9. Platz. Noch eine Schippe drauf legt sie am Sonntag. Am frühen Morgen qualifiziert sich Mika als Vierte im Halbfinale des Massenstarts für den Endlauf am Abend. Zwischendurch verbessert sie wie selbstverständlich ihre Bestzeit über 1500m, erst eine gute Woche alt, um eine weitere reichliche Sekunde. Um dann im Finale des Massenlaufs eine unglaublich souveräne Leistung abzurufen. Ständig die Konkurrenz im Auge behaltend macht Mika einen Großteil des Tempos vorne mit, auch um dem Gerangel hinten und der Elimination zu entgehen. Mit Erfolg, auch wenn am Ende die Kraft für den Endspurt ein wenig fehlt: ein grandioser 6. Platz in diesem Finale und darüber hinaus auch im Gesamtweltcup auf demselben Platz. Somit holt Mika in ihrer ersten Weltcupsaison zwei Top-Ten-Plätze in der Schlusswertung!
Fotos: Marcel Brandt












